Sophia September 1, 2018

Der Sommerurlaub ist die wohl beliebteste Reisezeit des Jahres. Abgesehen von den vielen Urlaubszielen, die sich weltweit ergeben, ist auch die Frage zu klären, mit wem man seinen Urlaub verbringen möchte. Oft genug sorgen viele Umstände dafür, dass es nicht immer möglich ist mit dem Partner, der Familie oder guten Freunden zu verreisen. Doch was ist dann? Zuhause bleiben war für Sarah keine Option. Daher entschloss sie sich, alleine in den Urlaub zu fliegen. Doch ganz so alleine war sie gar nicht. Wie sie ihren Urlaub geplant und verbracht hat und welches Fazit sie daraus zieht, erfahrt ihr in diesem Gastbeitrag.

Über Fernweh und Alleinreisende 

Alle meine Lieblingsmenschen mussten arbeiten, als mich das Fernweh packte. Ich wollte gerne nach Mallorca reisen, mein kleiner Traum der immer größer wurde. Ich war schon in diversen Ländern dieser Erde, aber noch nie in Spanien. Auch ich möchte Mallorca erleben, kosten, feiern. Nachdem ich mich dann dazu entschloss ein wenig übers Alleinreisen zu recherchieren, stieß ich bei Facebook auf eine Gruppe, in der Frauen gemeinsam reisen, die sich vorher nicht kennen. Zunächst hielt ich es für eine verrückte Vorstellung mit einem wildfremden Menschen zu verreisen. Ich scrollte durch die Gruppe und klickte sie dann doch wieder weg.

Ich ließ diesen Gedanken einige Tage sacken und stellte schließlich einen Suchpost mit einem Bild von mir in die Gruppe. Es meldeten sich relativ schnell fünf Frauen bei mir. Ich fand die Idee einer Gruppenreise super. Die Idee scheiterte dann jedoch an einer gemeinsamen Terminfindung. Zwei Frauen blieben übrig, die gerne fünf Tage zusammen verbringen wollten. Wir fingen an per Whatsapp weiteres zu besprechen, dann kam die Planung leider doch wieder ins stocken. Die Kommunikation funktionierte einfach nicht so recht und es klappte wieder nicht.

Es wurde zu einem Urlaubs-Blind Date

Ich war schon soweit, dass ich dann doch alleine nach Mallorca fliegen wollte. Einige Tage später schrieb mir dann eine sympathische Frau. Wir waren direkt auf einer Wellenlänge und wir quatschten, als ob wir uns schon ein Weilchen kennen würden. Für uns beide war das die erste Reise alleine mit jemandem den man noch nie vorher getroffen hat. Da meine potenzielle Reisepartnerin zu weit weg wohnte, konnten wir uns vor der Abreise nicht mehr treffen. Dafür telefonierten wir einige Male und schrieben viel.

Meine Reisepartnerin flog ab Hannover und ich ab Düsseldorf. Wir begegneten uns somit das erste Mal in Palma am Flughafen. Der erste Eindruck von meiner Reisebegleiterin war wie erwartet: Super nett. Ich war erleichtert. Auch, weil wir uns ein gemeinsames Zimmer mit zwei Einzelbetten im Hotel teilten. Sich mit einer praktisch fremden Person ein Zimmer zu teilen ist zu Beginn alles andere als ein entspannter Gedanke. Dieser verflog recht schnell, vermutlich auch, da es uns gleich ging und wir uns bei den meisten Dingen direkt einigen konnten. Das läuft ganz bestimmt nicht immer so glatt. Unser 4*+ Hotel, das Universal Hotel Perla, liegt im Süd-Osten der Insel. Das Hotel an sich war sehr schön und hatte eine tolle Lage direkt am Meer. Das kulinarische Angebot des Hotels war zwar reichhaltig, dafür leider nicht sonderlich schmackhaft. Auswärtsessen war ebenfalls wenig attraktiv, weil es oft sehr teuer war. Außerdem war die Auswahl der Möglichkeiten sehr limitiert. Das Städtchen, in dem es liegt, heißt S‘Illot. Es hat uns mehr als das Hotel überzeugt, da es touristisch, trotzdem aber ursprünglich ist. Das Wasser ist unglaublich klar und türkis-blau – einfach wunderschön.

Einen Besuch wert

Einen Besuch ist definitiv Cala Millor wert. Mit seinen Shopping-Gassen und dem schönen Beach ist es ein schnell zu erreichendes Ausflugsziel. Bequem und kostengünstig kann man Cala Millor mit dem Bus erreichen. Natürlich ist auch der Ballermann ein Ort den man gesehen und erlebt haben sollte. Mir haben insbesonders die stylischen Bars mit purem Urlaubsflair gefallen. Wie zum Beispiel die Bar Chalet Siena. Dort schmecken die Cocktails, es gibt Wände, die mit echten Pflanzen bestückt sind sowie super nette Kellnerinnen. Am Beach war am Abend auch ein kleiner Markt, dort gab es schönen Schmuck zu fairen Preisen, handgemachte, kleine Kunstwerke und Leckereien zu kaufen.

Auch den Megapark haben wir uns „angetan“. Was soll ich sagen, der Altersdurchschnitt liegt bei 20 Jahren, sonst ist dort alles unglaublich geregelt. Es gibt eine menge Security. Wer die Musik und überteuerte Drinks okay findet, wird dort vermutlich happy. Zwischen den Städtchen und Dörfern ist Mallorca recht karg. Gerade während der Hitzewelle der vergangenen Monate ist natürlich alles sehr vertrocknet.

Was mir am Meisten im Gedächtnis geblieben ist, ist dieses unglaubliche, kristallklare Wasser an unserem Strand – mein Gedanken-Getaway an weniger tollen Tagen. Abschließend kann ich sagen, dass alleine Reisen eine tolle Sache sein kann, wenn die Sympathie mit deinem Reisepartner stimmt. Es war auf jeden Fall eine tolle Erfahrung und Mallorca ist definitiv ein neues Lieblingsreiseziel von mir geworden – so nah und so schön.

Sarah

 

[Fotocredits: Sarah. In diesem Beitrag wurden verschiedene Marken und Orte genannt. Daher wird dieser Beitrag als unbezahlte Werbung vermerkt.]